Peter Brabeck, der Verwaltungsrat-Präsident von Nestle, steht immer wieder wegen Nestle Waters in den Schlagzeilen. Brabeck vertritt die Meinung, dass Wasser ein Marktwert gegeben werden sollte. Oft wird er (respektive Nestle) der Ausbeutung von Wasserquellen beschuldigt und es wird im vorgeworfen kostenloses Trinkwasser zu kommerzialisieren. Im Dokumentarfilm We feed the World Bekannt wurde Brabeck
Also Wasser ist natürlich das wichtigste Rohmaterial, das wir heute noch auf der Welt haben. Es geht darum, ob wir die normale Wasserversorgung der Bevölkerung privatisieren oder nicht. Und da gibt es zwei verschiedene Anschauungen. Die eine Anschauung, extrem würde ich sagen, wird von einigen, von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heisst, als Mensch sollen Sie einfach das Recht haben, Wasser zu haben. Das ist die eine Extremlösung. Und die andere, die sagt, Wasser ist ein Lebensmittel; so wie jedes andere Lebensmittel sollte das einen Marktwert haben.
Da man niemanden Verurteilen soll bevor man ihn angehört hat, hier mal ein etwas ausführlicheres, interessantes Interwiev welches Peter Brabeck letztes Jahr mit dem Magazin geführt hat.
Es gibt kein Mensschenrecht auf einen Swimmingpool - Interview mit Peter Brabeck
Anfangs Juli sprach Peter Brabeck an einer Vorlesung der Hochschule für Wirtschaft Zürich über das knappe Wasser und den steigenden Energiebedarf.
Energie und Wasser (pdf) - Rede von Peter Brabeck
Folien zur Rede (pdf)
Ich denke die obigen Links geben einen guten Einblick in die Meinung von Peter Brabeck (und Nestle) und sind auch eine gute Diskussionsgrundlage für alle Globaliesierungsgegner welche die Meinung eines Wirtschaftbosses nicht kennen.
Meine Meinung ist klar, in einem Land wie der Schweiz finde ich es absolut unnötig Geld für Wasser auszugeben. Mehr über den ökologischen Unsinn von Mineralwasser in der Schweiz finden Sie hier.
Kurz- und mittelfristig noch stärker tangieren dürfte Nestlé Waters aber die «Anti-Bottled Water Campaign» in den USA, dem grössten Markt von Nestlé Waters. Dahinter stehen nicht etwa ein paar grüne Politiker. Am 23. Juni stimmte die Mehrheit von 250 US-Bürgermeistern in Miami an der Bürgermeisterkonferenz gegen den Gebrauch von Mineralwasserflaschen. Darunter der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. Mit Steuergeldern sollen keine Mineralflaschen mehr gekauft werden, so der Konsens. Der radikale Entscheid ist auf Umweltüberlegungen und die Verteidigung des städtischen Hahnenwassers zurückzuführen. Und auf die 70 Mio Dollar, welche die Städte zur Entsorgung der Wasserflaschen aufwenden. Die Bewegung ist schon in vielen Restaurants angelangt, die kein Flaschenwasser mehr anbieten.
Offensive für Pet-Flaschen
Nestlé Waters, welche letztes Jahr 10,4 Mrd Fr. zum Konzernumsatz beisteuerte und ein organisches Wachstum von 6,6% erzielte, nimmt die Kampagne ernst. Zum einen versucht sie mit Info-Offensiven die negativen Mythen um die Wasserflaschen zu widerlegen. Zum anderen werden Millionenbeträge investiert und so weitere Margenverluste in Kauf genommen, um die Pet-Flaschen umweltfreundlicher zu machen. «Nestlé Waters hat den Wasserverbrauch innert der letzten fünf Jahre um 33% gesenkt, die Verpackungsmenge um 18% und den Energieverbrauch um 11%», sagt Nestlé-Sprecherin Nina Backes. Bis in einem Jahr will Nestlé Nordamerika zudem alle Flaschen auf das Eco-Shape-Format umstellen, das 30% weniger CO2-Emissionen verursacht als eine durchschnittliche Pet-Flasche 2007.
Nestlé Waters, welche letztes Jahr 10,4 Mrd Fr. zum Konzernumsatz beisteuerte und ein organisches Wachstum von 6,6% erzielte, nimmt die Kampagne ernst. Zum einen versucht sie mit Info-Offensiven die negativen Mythen um die Wasserflaschen zu widerlegen. Zum anderen werden Millionenbeträge investiert und so weitere Margenverluste in Kauf genommen, um die Pet-Flaschen umweltfreundlicher zu machen. «Nestlé Waters hat den Wasserverbrauch innert der letzten fünf Jahre um 33% gesenkt, die Verpackungsmenge um 18% und den Energieverbrauch um 11%», sagt Nestlé-Sprecherin Nina Backes. Bis in einem Jahr will Nestlé Nordamerika zudem alle Flaschen auf das Eco-Shape-Format umstellen, das 30% weniger CO2-Emissionen verursacht als eine durchschnittliche Pet-Flasche 2007.
Ich denke die grosse Gefahr für Nestle sind nicht Schweizer Politiker sowie die Schweiz auch kein Massstab für Recdycling ist
In Amerika