Auf

21. September 2007, 06:56 Uhr

Aufnahmen der neusten Mars-Sonde zeigen, dass es auf dem Mars wohl doch viel weniger Wasser gibt als bislang vermutet wurde.

Viele geologische Strukturen welche bislang als Beweis für flüssiges Wasser gedeutet wurden, sind durch flüssiges Lava und Staublawinen entstanden.

Diese Erkenntnisse verdanken die Weltraumforscher der Mars Sonde Reconnaissance Orbiter. Es wurden dazu vorher/nachher Fotos miteinander Verglichen.

Bisher vermuteten die Forscher, dass es früher im nördlichen Hochland riesige Ozeane gab. Auf früheren Fotos hatten die Wissenschaftler eine Küstenlinie identifiziert und man nahm an, dass der ehemalige Meeresboden aus feinem Sand besteht.
Auf den neusten Fotos sahen die Forscher, dass der Meeresboden mit zwei Meter grossen Felsbrocken übersät ist. Das heisst, dass es entweder nie einen Ozean gab oder das die Schicht der Meeresablagerung viel dünner war.
Die vermuteten Überreste von riesigen salzigen Seen sind unterdessen zu kurzlebigen Tümpeln geschrumpft.

In der Vergangenheit hatten auch Strukturen von Abflussrinnen am Rand einiger Krater für aufsehen gesorgt. Es wurde geglaubt, dass flüssiges Wasser aus den Kraterwänden hervorbrechen würde, in Wahrheit sind die betroffenen Bergflanken so steil, dass sich auch dort Staublawinen bilden können.

Auf den neusten Bilder sehen die Wissenschaftler auch Hinweise, dass in der Vergangenheit Meteoriteneinschläge unterirdische Wasservorräte verdampfen liessen, durch die Einschläge hat sich der Boden auf dem Mars in einen matschigen Brei verwandelt. Es fanden sich demzufolge auch Ablagerungen von Schlamm- Flüssen.

Das Bild vom einstigen feuchten Planeten Mars hat sich stark geändert, heute sehen die Forscher in im nur noch einen trostlosen, trockenen Planeten.

Die Forschungsergebnisse werden in der heutigen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science publiziert.

Meldung von Nasa

Nasa Video: virtueller Flug über den Mars

Landkarte vom Mars

Kommentiere den Artikel oder setze einen Trackback

Bisher keine Kommentare zum Artikel

  1. Bisher keine Kommentare

Kommentiere den Artikel



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen